Dienstag, 10. April 2012

Meine Ostertage in Lennep

Sonntag, das Wetter war viel besser als erwartet, es ist kalt aber sonnig. Ich habe die Nacht im Zelt verbracht. Die Rita vom Cafe Bootshaus in Beyenburg hat sich sehr rührend darum gekümmert, dass ich mein Zelt auf dem Gelände des Kanu und Wassersport-Vereins für eine Nacht aufstellen darf. Hier nochmal mein herzlichstes Dankeschön. Als ich schon um 7 Uhr aufwachte, habe ich bemerkt, wie der Tau sich auf der Zeltplane fest gefroren war. Ich bin dann trotzdem aufgestanden und habe eine geraucht. Ich sah, dass der Tag besser als erwartet sein sollte, habe mich dann nochmal 3 Stunden hingelegt. Zum zweiten Mal aufgestanden, war dann auch schon sehr bald die Sonne da, die dann doch schon ein angenehmeres Aufstehen ermöglichte. Langsam habe ich meine Sachen zusammengepackt und hab mir dann noch ein gutes Frühstück mit einem Cappuccino am Ufer des Wupperstausees gemacht.
Der Schwan hat ganz gierig auf meinen
Frühstückstisch geschaut und ist dann
beleidigt wieder gegangen.

Der Morgen am Wasser...

Eigentlich wollte ich an diesem Tag Wermelskirchen erreichen. Nur kam ich an dem malerischen Städtchen Lennep nicht vorbei. Lennep ist die Geburtsstadt von Herrn Röntgen, der unsere Medizintechnik revolutionierte. Da aber Sonntag und Ostern war, war natürlich sehr vieles geschlossen. Da ich meinen Kalorienbedarf decken wolle, habe ich mich ins Cafe SoWieSo gesetzt, und wurde schon kurz darauf von einem freundlichen Herrn begrüsst. Natürlich waren wir schnell in Gespräch, und nach einer kurzen Weile war mir das Weitergehen auch nicht mehr sooo wichtig, da ich mich mit Norbert Feldhoff prächtig über den Jakobsweg, die Stadt Lennep und vielem mehr unterhalten konnte. Norbert ist ein "eingeborener" Lenneper und konnte mich natürlich sehr vieles über die Stadt und der Rivalität mit Remscheid erzählen. Meine Unlust merkend, lud mich Norbert ganz spontan zu sich und seiner Frau nach hause ein.

in der Mitte ist Gitta, die Frau von Norbert
Wir haben uns sooo prächtig unterhalten, dass es auch schon bald 3 Uhr in der früh war, als wir ins Bett gegangen sind. Noch auf der Couch unter dem Dachgeschoss liegend, höre ich den Regen ans Dachfenster trommeln.
Als ich wieder aufwachte, regnete es immer noch und da Gitta und Norbert Mitleid hatten, haben sich mich einfach zu einer 2. Nacht bei Ihnen eingeladen. Kurzerhand wurde ich auch den gegen 11 Uhr eintreffenden Gästen vorgestellt. Beim gemeinsamen Brunchen haben wir über alles Mögliche angeregt geredet und diskutiert. Es sassen da am Tisch, 3 Generationen, von 40 bis 97 Jahren. Es  war für mich sehr schön, mit Zeitzeugen aus früheren Zeiten zu unterhalten, zu zuhören. Kaum einmal auf die Uhr geschaut, war es auch schon wieder Mitternacht.

Höchste Zeit, mich ins Bett zu legen und meine Kräfte für morgen zu bündeln. Herzlichen Dank, lieber Norbert, liebe Gitta und allen die mich so warmherzig mit an dem Tisch willkommen Platz nehmen liessen. Dies waren sehr interessante zwei Tage.

Kommentare:

  1. Na lieber Mischa, da hattest Du ja 2 gute Tage und brauchtest nicht im Regen gehen. Wuensch Dir einen hoffentlich sonnigen Tag zum marschieren. Liebe Gruesse aus dem kalten Massachusetts ohne Sonne von Jutta

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Jutta. Gerade bin ich aufgewacht und habe gesehen, es regnet nicht... gleich geht es weiter nach Altenberg zum Dom!

      Löschen
  2. Was es für wunderbare Menschen gibt! Da sage einer die Deutschen sind stoffelig. Freue mich, dass Du schöne Ostern verbracht hast.
    Liebe Grüße

    Sabine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, das stimmt, liebe Sabine! Auch ich habe das vorher eher gedacht! Ich nahm mir die Freiheit, mich des Gegenteils belehren zu lassen! Danke Deutschland!!!

      Löschen