Donnerstag, 17. Mai 2012

14. - 15. Mai 2012

Die Nacht war kalt, sehr kalt. Das Zelt war am frühen morgen von innen und von aussen mit einer dünnen Eisschicht bedeckt. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mich aus dem warmen Schlafsack rauspellen konnte. Heute wollte ich nur 18 Km bis Tonnerre machen, da ich hoffte, Internet Zugang zu finden. Nach dem Kaffee, den mir die Dame noch gekocht hatte, bei der ich das Zelt auf dem Grundstück aufbauen konnte, ging ich dann los. Erst jetzt wurde mir bewusst, dass der Dorfkern wunderschön war, bin ich doch direkt am ersten Hof schwach geworden und wollte nur noch mein Zelt aufbauen und schlafen.
5 Bilder mit der Morgenstimmung aus
Etourvy
Etourvy, ein Ort wo der Bach mitten durch fliesst, einen kleinen Teich formt und ein malerisches Bild hergibt. Ich nahm mir Zeit, denn die 18 Km waren ein klacks gegenüber dem, was ich die letzten Tage geleistet hatte.


Endlich, endlich war es soweit!! In einem Waldstück habe ich einen grossen Rucksack vor mir gesehen. Albert war vor mir! Natürlich haben wir uns gefreut, dass wir uns wiedersehen und haben dann auch den Weg nach Tonnerre zusammen unter die Schuhe genommen. Er und Bernd haben auch in Etourvy übernachtet, jetzt wusste ich auch, warum ich in Les Riceys noch weiter gehen musste!
Erster Blick auf da Burgund
Gemeinsam sind wir auf Tonnere zugegangen, haben den Blick auf die Stadt genossen und wir hatten uns viel zu erzählen. Wir waren noch vor Bernd da, der den Weg den Strassen lang gewählt hatte. So haben wir beschlossen, vor der Tourist Information zu warten und haben gleich gegenüber ein kleines Cafe gefunden.
Tonnerre, malerisch und spannend!

Der High Tech Pilger Albert
Albert erwartete noch Besuch aus Deutschland. Hermann, ein ehemaliger Mitpilger, wollte ihn eine Woche, von Tonnerre bis Vezelay begleiten. Als dann Bernd auch eintraf, sind wir dann zur Tourist Info gegangen und haben nach der beschriebenen Unterkunft für Pilger gefragt. Wir haben die Schlüssel gekriegt. Als wir dann bei der Unterkunft ankamen, kam heraus, dass die Zimmer doppelt belegt wurden. Einmal von der Tourist Info und einmal direkt beim Haus. Da die andere Gruppe vorwiegend aus Damen bestand, haben wir uns bereit erklärt, in einem Klassenzimmer der Stiftung unterzukommen.
Da Bernds Wagen kaputt ist, muss er
tragen. Der Wagen wurde wieder heile gemacht
Als gegen Abend Hermann zu uns gestossen ist, sind wir gemeinsam was essen gegangen. Wir haben unser Wiedersehen mit einem Thai Essen gekrönt.

Eine Rotte auf der Flucht vor uns!
Die Nacht war nach unserem auch ziemlich feucht-fröhlichen Beisammensein ziemlich kurz. Meine Mitpilger haben ziemlich gefroren, da wir ja direkt auf dem Fussboden schlafen mussten. Ich war mir dies gewöhnt, dennoch war die Nacht selbst drin, sehr kühl.

Die Muschel, selten zu sehen, hier auf dem Weg
Nach unserem Frühstück haben wir uns zu viert auf den Weg von Tonnerre nach Chablis gemacht. Dabei haben wir das Gebiet des Champagners wieder verlassen und sind  in das Gebiet des Burgunds, also Schaumwein-Region gegen Wein-Region getauscht. Natürlich ist auch diese Region für das Auge und die Seele eine wundervolle Weinregion. Die Stadt, die wir ansteuerten gibt der bestimmten Burgund Region einen noch bestimmteren Namen, den Chablis Wein. Wir haben Chablis gerade noch vor einem grossen Schauer erreicht, welchem wir bei Kaffee, Bier und Wein zuschauten und dabei besprachen, wo wir schlafen wollten. Auch hier haben wir versucht, die kirchliche Herberge zu kriegen, jedoch gingen wir diesmal persönlich direkt am Haus vorbei um einer erneuten Doppelbelegung zuvor zu kommen.

Bernd und ich gingen in den Supermarkt um die notwendigen Zutaten für ein Käsefondue zu kaufen. Gemeinsam in der grossen Küche haben wir dann ein Savoyarder Fondue mit Chabliswein genossen. Dabei haben wir interessante Diskussionen und auch lustige Anekdoten ausgetauscht.


Kommentare:

  1. Oh Mischa, wunderschoener Bericht ieder. Na alles ist ja gut. Wuensch Dir wieder viele schoene Tage beim Wandern und versuche viel Sonnenscheinzu schicken. Lb.Gruesse Jutta

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  2. Lieber Mischa, wünsche dir und Deinen Mitpilgern eine schöne Zeit. Sehr schöner Bericht und wieder wunderschöne Bilder.
    Liebe Grüße aus Kassel von

    Sabine und den Langohren :-)

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